Porsche Museum in Stuttgart Zuffenhausen am Porscheplatz (14.03.2017) links ist das Porsche Zentrum Zuffenhausen zu sehen

Porsche Museum (14.03.2017)

(15.03.2017)

Mehr als 600 Fahrzeuge gehören zum Porsche Museum. Das direkt am Porsche Werk in Stuttgart Zuffenhausen errichtete neue Museum kann daher nur einen kleinen Teil zeigen.

Das neue Museum bietet Platz für ca. 60 Fahrzeuge. Durch die Teilnahme an historischen Veranstaltungen, Leihgaben an andere Museum und wechselnde Sonderausstellungen wird ständig eine neue *Mischung* aus der mehr als 100 jährigen Porsche Historie ausgestellt.

Der wiederentdeckte Lohner-Porsche, eine Kutsche mit Elektroantrieb aus dem Jahr 1898/99 ist die älteste im Orginal erhaltene Porsche Konstruktion, die erst erst vor kurzen wiedergefunden wurde. Beim Besuch am 13.07.2017 war sogar der erste Sportwagen ausgestellt, der im Jahr 1948 den Sportwagenhersteller Porsche begründete.

Der Aufbau vom Museum ist so elegant gestaltet, das in der Ausstellung ohne Treppen wie in einer Spirale Runde um Runde nach oben gelaufen wird - entlang der vielen Serienfahrzeug, Rennautos und einzigartigen Prototypen.

Im März 2017 gab es eine Sonderausstellung zum 70. Geburtstag von Walter Röhrl. Gezeigt wurden frühere Rallyewagen als auch Fahrzeuge, die er als Porsche Testfahrer bewegt hat. Darunter auch ein Audi Quattro S1. Am 14. März hatte ich die Gelegenheit ihn kurz im Museum zu sehen und ein Foto mit ihn machen zu können.



Weitere Links zum Thema :
  • Porsche - Geschichte
    vom Volkswagen, über den Porsche 356 zum Porsche 911
  • Werksmuseum
    Im Jahr 2009 eröffnete Porsche am Porsche Platz in Zuffenhausen ein neues Museum. Der kurze Bericht beschreibt das alte Museum, das sehr klein war.


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Egger-Lohner-Elektromobil Modell C.2 Phaeton - die erste Konstruktion von Ferdinand Porsche. 1898 wurde der Wagen konstruriert. Ein selbst gebauter Elektrotromotor mit Kegelraddifferential lieferte 3-5 PS. Die Energie lieferte eine rund 550 PS starke Batterie im Heck. Das Fahrzeug ist im unrestaurierten Orginalzustand - abgesehen von der aufgesetzte transparente Kunststoffkarosserie. Die orginale Karosserie ist nicht erhalten worden. (14.03.2017)
Ferdinand Porsche versuchte bei verschiedenen Arbeitgebern seine Idee vom erschwinglichen Wagen für das Volk zu realisieren. Die einfache Konstruktion, die Platz für 4 Personen bietet, relativ weg verbraucht, konnte er mit seinen Mitarbeitern erst als selbstständiges Ingenieursbüro in den 30er Jahren umsetzen. Ohne die Unterstützung der Regierung wäre der Käfer wohl nie realisiert worden. Nach dem Krieg begann der Käfer eine Erfolgsgeschichte, die zu mehr als 21,5 Millionen gebauten Autos führte. Das ausgestellte Fahrzeug wurde 1950 gebaut, 1131 ccm, 25 PS und bis zu 105 km/h schnell. (14.03.2017)
Karosserienachbau vom Porsche Typ 64 bzw. VW Typ 60 K 10 (10. Karosserievariante vom Projekt #60). Gebaut einst für das 1939 geplante Rennen von Berlin nach Rom auf der Basis vom VW Käfer. Dank der airodynamisch optimierten Karosserie war der Wagen mit verbesserten Motor (1131 ccm, 33 PS) bis zu 140 km/h schnell. Das Auto zeigte das Pentential, das im Käfer steckte. Nach dem Krieg entstand daraus der erste eigene Sportwagen - der Porsche 356 #1. Vom Porsche Typ 64 wurden 3 Stück gebaut. Der dritte Wagen - verkauft nach dem Krieg an den Österreicher Rennfahrer Mathy - ist der einzige, der vollständig erhalten geblieben ist. Im Hamburger Prototypenmuseum steht ein Nachbau, der Teile wie Motor und Getriebe aus den beiden anderen Fahrzeugen enthält. (14.03.2017)
Porsche 356 Roadster - der erste Porsche Sportwagen (mit Mittelmotor!) wurde 1948 fertiggestellt. 585 kg, 1131 ccm, 35 PS, bis zu 135 km/h schnell. Das Serienmodell sollte 4 Sitzplätze haben und daher benötigte aus Platzgründen wieder einen Heckantrieb. (13.03.2017)
Porsche 356 / 2 Coupé : eins von den ersten 52 Porsche, die jemals gebaut wurden (356 #1 nich mitgezählt). Die Fahrzeuge wurden damals noch im Porsche Exil in Gmünd in Österreich als Aluminium gefertigt, wohin sich die Familie gegen Ende des Krieges aus Zuffenhausen zurückgezogen hatte. (14.03.2017)
Porsche 356 *Ferdinand* : Eins der ersten Fahrzeuge aus der Zuffenhausener Produktion aus dem Jahr 1950 ist dieses schwarze Coupé. Es wurde Ferdinand Porsche geschenkt. Daher der Name *Ferdinand*. Als Versuchsträger war es viele Jahre zum Testen neuer teile im Einsatz. (14.03.2017)
Der Porsche Importeur aus den USA, Max Hoffman, fragte bei Porsche nach einen Einsteigermodell für maximal 3000 Dollar. Der Typ 540 war die Antwort auf die Anfrage. Auf der Rennstrecke funktionierte der Wagen anfangs nicht. Eine neue Karosserie von Glaser aus Aluminium war die Lösung für die Rennstrecke. Der Preis stieg auf weit mehr als 6000 Dollar pro Stück. 12 Stück wurden 1952 gebaut, 70 PS, teils mit Notverdeck versehen. Der Wagen wurde später als American Roadster bekannt. Der Karosseriebauer Glas ging darüber in den Konkurs. Mr. Hoffman fragte weiter nach einen Einsteigermodell ... der Speedster war die passende Antwort, die Porsche im Jahr 1954 darauf fand.  (14.03.2017)
Der US-Importeur Max Hofmann fragte Anfang der 50er nach einen preiswerten Einsteigermodell, um mit den günstigen englischen Roadstern konkurrieren zu können. Nach einen ersten Versuch, der später als American Roadster bekannt wurdem, gelang im Jahr 1954 der große Wurf : Typ 540, der Porsche 356 Speedster. Anfangs nur mit 1500ccm Motor erhältlich (55 bzw. 70 PS). Später gab es größere Motoren. Sogar der Carrera Motor wurde verbaut. Das gezeigte Exponat ist ein sehr frühes 1954er Modell, ein Pre-A Speedster mit 55 PS. (14.03.2017) Im Hintergrund ist der American Speedster zu sehen, dessen Karosserie sehr ähnlich ausschaut.
Porsche 550 Spyder - der erste Wagen, den Porsche speziell für die Rennstrecke entwickelte. Baujahr 1954, 550 kg Leergewicht, 110 PS, 1498 ccm, bis zu 220 km/h schnell. Der Rennmotor wurde später auch in den Carrera Modellen verwendet.  (14.03.2017)
Porsche 911 - das erste Modell Typ *901* : Auf der IAA 1963 wurde der 356er Nachfolger erstmals vorgestellt. Die von Ferry Porsches Sohn Ferdinand Alexander *Butzi* Porsche gezeichnete Karosserie sollte moderner und schlanker werden, aber auch mehr Platz für Gepäck bieten. Die Serienproduktion begann im September 1964. Der neue 130PS Motor mit 1991 ccm Hubraum ermöglichte Tempo 210 km/h. Gewicht vom Wagen: 1050 kg. Das ausgestellte Fahrzeug ist Baujahr 1966 und wurde zum 911er Geburtstag weltweit auf Veranstaltungen auf fast allen Kontinenten gezeigt. (14.03.2017) Der ursprüngliche Name 901 wurde damals von Peugeot verhindert. Autobezeichnungen mit einer 0 in der Mitte hatte sich der französische Hersteller schützen lassen. Porsche machte aus der 0 eine 1. Würde man sonst den Elfer heute sonst den Einser nenen ?
Porsche 911 Carrera RS 2.7 : Für die Homologation eines Rennwagens mußte Porsche 500 Straßenzugelassene Fahrzeuge   bauen. War man zunächst sehr skeptisch diese Stückzahl auch wirklich verkaufen zu können, wurden am Ende mehr als 1200 Stück abgesetzt. Mit 2.7 Liter Hubraum und 210PS war es die mit Abstand sportlichste Möglichkeit Porsche zu fahren. Ein 1973er Porsche S hatte nur 2.4 Liter mit 190 PS. Viele private Rennfahrer setzen den Wagen bei den verschiedensten Rennen ein. Neben der Touring Version mit fast normaler Elfer-Ausstattung gab es auch eine gewichtsoptimierte Clubsport-Version. Im Jahr 2017 werden von Händlern schon Preis von mehr als 700.000 Euro für ein Fahrzeug verlangt - restaurierte Fahrzeuge ohne Rennhistorie. (14.03.2017)
Im Jahr 1970 gelang Porsche erstmals der Gesamtsieg beim 24 Stunden Rennen von LeLMans. Der 917 KH (Kurzheck) war die Weiterentwicklung vom 1969 gefahrenen Langheck Variante des Wagens. Der 1969er Wagen war sehr schnell ... aber nahezu unfahrbar. In LeMans lag er nach 24 Stunden mit nur wenigen Sekunden Rückstand auf Platz 2. Das Fahrzeug wurde weiterentwickelt. Eine Turbo-Variante lieferte in eine CamAm-Serie sogar bis zu 1300 PS. Das Kurzheck Fahrzeug aus dem Jahr 1970 in Gulf-Lackierung war 1971 beim 1000km Rennen in Spa-Francorchamps siegreich. Die damalige Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 249,069 km/h - ein Rekord für die Ewigkeit. 12 Zylinder, 630 PS, 4907 ccm Hubraum und eine Höchstgeschwindigkeit von 360 km/h. (14.03.2017)
1998 gelang Porsche im Jubiläumsjahr mit dem GT1 ein Doppelsieg in LeMans. Die schnelleren Toyota Fahrzeuge schieden in Führung liegend wenige Stunden vor Rennende aus. Kundenfahrzeuge - wie hier von Zakspeed - waren ebenfalls sehr erfolgreich. 550 PS, 3220 ccm Hubraum, 950 kg, Höchstgeschwindigkeit 310 km/h. (14.03.2017)
16 Jahre nach dem letzten LeMans Start und Doppelsieg in LeMans trat Porsche im Jahr 2014 erstmals wieder in der LMP1 Klasse - der höchsten Rennklasse - an. Der 919 Hybrid war sehr schnell. Wegen technischer Probleme schieden beide Fahrzeuge allerdings einige Stunden vor Rennende aus. Den ersten Sieg gab es beim Abschlussrennen der FIA Langstrecken-WM in Sao Paulo - mit weniger als einer Sekunde Vorsprung. Das Fahrzeug wurde weiterentwickelt und gewannen 2015 und 2016 jeweils den Gesamtsieg in LeMans. Das ausgestellte 2014er Fahrzeug hat > 500 PS (4 Zylinder Turbomotor mit 2000ccm Hubraum) und > 250 PS (Elektromotoren). Höchstgeschwindigkeit liegt bei 340 km/h.  (14.03.2017)
Blick in die aktuelle Ausstellung (u.a. Porsche 356 #1, Cicitalia Rennwagen und VW Käfer - 14.03.2017)
Blick auf verschiedene Generation Rennwagen (im Vordergrund das Heck vom Porsche 936 - 14.03.2017)







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