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StarTrek Conventions
last update : 20.06.2000

StarfleetFederation Con 8 (1/2)

HINWEIS : Zwei Abschnitte meines Berichts (Guest-Panel von Alice Krige und Gary Lockwood) wurden in der NewsLetter-Ausgabe 06/2000 des Fanclubs "The final Frontier" veröffentlicht !
Allgemeine Infos
Ort : Bonn, Maritim Hotel
Zeit : 19.05. - 21.05.2000
Gäste : Brent Spiner (Data, TNG), Marina Sirtis (Counsellor Deanna Troi, TNG), Michael Dorn (Worf, TNG/DS9), René Auberjonois (Odo, DS9), Alice Krige (Borg Queen, StarTrek First Contact), Jerry Doyle (Garibaldi, B5), Chase Masterson (Leeta, DS9), Richard Herd (Admiral Paris, VOY), Gary Lockwood (Gary Mitchell, TOS), Andrew Prine (Steven, V - Die außerirdischen Besucher), Richard Biggs (Dr. Stephen Franklin, B5), Robin Atkin Downes (Byron, B5), Lolita Fatjo (StarTrek Script Coordinator), Jackie Edwards (personal assistant of Patrick Steward) und Richard Arnold (u.a. bis 1991 StarTrek - Consultant für Paramount Pictures).
Moderation : Marc B. Lee
Freitag, der 19. Mai 2000
Mehrere Wochen vor Beginn fand ich das Convention-Programm bereits auf der WebSite des Veranstalters. Die üblichen megalangen Schlangen beim Einlass um 12 Uhr bleiben mir daher erspart, weil ich erst zum Beginn des Panels mit Richard Arnolds anreiste :-) Dennoch mußte ich gegen 14:30 Uhr etwas warten.

Bei der Conrezeption gab es neben den Karten für die Autograph-Session, Convention - T-Shirts, usw. auch das Autogramm von Brent Spiner (60 DM) zu kaufen, da dieser keine Autogramme schreiben wollte :-( Außerdem waren dort für 20 DM die Tickets für das Konzert von Neil Norman & his Cosmic Orchestra erhältlich. Was für den Preis rechtfertigt sind die Sänger : Tim Ross (Tuvok, Voyager) und Chase Masterson (Leeta, DS9).

Richard Arnold erzählte über die aktuellen Voyager - Episoden der 6. Season, die in den USA bereits komplett gezeigt wurde. Die 7. Season ist die definitiv letzte Season von Voyager, die ab Sommer 2000 gedreht wird. Es wird eine neue Serie geben, die vielleicht schon im September 2001 laufen könnte. Worüber die Serie gehen könnte und zu welcher Zeit sie spielen wird, wissen die Produzenten selber noch nicht. Gene Roddenberry sagte mal, daß die Serie "shit" wäre, wenn er sie so machen würde, wie es sich die Fans wünschen. Die Fans können über die Weiterführung der Serie so abstimmen wie sie wollen. Wenn Gene eine andere Vorstellung über die Fortsetzung hat, dann wird er gewinnen. StarTrek wird bis heute so geschrieben, damit sie den Produzenten gefällt, da man es nicht allen Fans recht machen kann. Entweder sie kommt dann so beim Publikum an oder eben nicht. Die Serie Voyager kann gar nicht so gut wie andere StarTrek Serien erfolgreich werden, da sie nicht wie die anderen überall in den USA ausgestrahlt wird. So hatte TNG um die 10 Mill. Zuschauer, Voyager nur 5 Mill. ! Bei den meisten Serien wissen teilweise nicht mal die Drehbuchautoren, was in der nächsten Episode zu sehen sein wird, auch wenn die aktuelle Episode bereits fast abgedreht ist.

Vor Richard Arnold wollte ich mich noch auf die schnelle für die nächste Convention im April 2001 in Bonn anmelden. Im Gegensatz zu letzten Jahr mußte ich nicht lange Schlange stehen. Aus guten Grund ... denn alle anderen Besucher haben sich vorher bereits angemeldet (meine Reservierungsnummer : 926 !!!).

Lolita Fatjo nannte den 22. Juni 2000 als Drehbeginn für die 7. Season von Voyager. Sie fragte die Fans nach ihren Meinungen über die Serien DS9, Voyager und mögliche Themen der neuen Serie. So kann sie erfahren, was die Fans interessiert und was sie gerne sehen möchten. Bei der neuen Serie ist noch nicht entschieden, worüber sie gehen wird, ob es ein Wiedersehen mit bekannte Gesichtern geben wird und wann sie überhaupt gedreht werden soll. Wahrscheinlich wird es erst die neue Serie geben und erst nach dem Abschluß der ersten Season der nächste Kinofilm gedreht. Eine StarTrek - Episode kostet übrigens ca. 1.5 - 17. Mill. US$ !

Lolita brachte ihre Freundin mit, Chase Masterson (Leeta, DS9) :-) Leeta ist nach Lolita benannt. Daher mußte sie ja mit Max Grodenchik (Ron, DS9) zusammenkommen, weil Max im richtigen Leben Lolitas Freund ist :-) Beim Drehen der letzten DS9-Episode war die gesamte DS9-Cast anwesend. Die Kulissen wie Promenade und Quarks Bar wurden nach dem Drehen komplett zerstört. Jeder Schauspieler nam sich ein kleines Stück der Kulissen mit nach Hause. Was sie fand war ein Karton. Inhalt : Pillenschachteln und ähnliches aus Dr. Bashirs Krankenstation :-) Diese wären ja sonst im Fundus von Paramount verschwunden. Sie schlich sich mit dem Karton vom Gelände und legte den Karton ins Auto. Dort wurde er dann von ihr vergessen, bis eines Tages die Feuerwehr zu ihren Auto gekommen ist. Passanten hatten diese geholt, weil ja auf den Schachteln Dinge wie "giftig" , "nicht öffnen oder Sie werden getötet" usw. stand. Sie konnte die Situation allerdings aufklären :-)

Guest-Panel von Richard Herd :
Er redete in erster Linie über den Beruf des Schauspielers an sich, u.a. wie man Rollen lernt.

Guest-Panel von René Auberjonois :
Für René war klar, daß der Zyklus von Odo vollendet werden mußte : er wurde in die Welt geschickt um zu entdecken, fand später seine Leute wieder, wurde nicht aufgenommen, forschte weiter und fand letztlich wieder nach Hause. Armin Shimerman beispielsweise war mit dem Ende seiner Rolle bei DS9 nicht zufreiden. Armin ist ein guter Freund von ihn. Sie haben das gleiche "Training" gehabt, da sie beide Shakesbeer gespielt haben und schon gemeinsam Theater gespielt haben. René war während des Panels ebenfalls sehr witzig , übte sogar die korrekte Aussprache seines Familiennamens mit den Besuchern :-) Seine Lieblingsepisoden : "Flashback", in der Gul Dukat die Station Terek Nor führte, er seinen ersten Tag als Sicherheitschef hatte und Kira im Widerstand kämpfte."Far beyond the stars", die Episode, welche in den 50'er Jahren in New York spielte. "The Begotten" (???), die Episode, in der Odo von den kleinen Shapeshifter wieder seine Verwandlungsfähigkeit zurückgekommt. In StarTrek 6 hatte René eine kleine Rolle (Colonel West). Er drehte 2 Tage lang und letztlich wurden seine Szenen aus der Kinofassung wieder rausgeschnitten. Diese sind allerdings in Videofassung wieder drin. Er weiß nichts über den nächsten Film. Die Fans wissen teilweise mehr über die Zukunft der Serie und die Zukunft der Charaktere als die Schauspieler selber. So wurde er auf einer Convention in Australien über Worf befragt, als er noch gar nicht wußte, daß Michael Dorn auf DS9 kommen wird. StarTrek ist seiner Meinung nach schauspielerisch so gut, weil fast nur Theaterschauspieler engagiert wurden. Im Film "The little Mairmaid" sang er ein kleines Lied. Brent Spiner singt übrigens auch in anderen Filmen. René sang auf der Bühne das ...-Lied, daß er auf jeder Convention singen "muß" :-) Odos Makeup ist das schwierigste der DS9-Cast, da es so weich ist und daher schwer zu erstellen ist. Die Qualität des Makeups ist unterschiedlich von Episode zu Episode, da es für jede Episode neu gemacht wird. Das Auftragen dauert komplett 2 Stunden. Diese Zeit nutzt er zum schlafen :-) Schwierig ist nur das tragen des Makeups bis zu 16 Stunden lang. Bei den Dreharbeiten zum DS9-Pilot wurden es sogar noch mehr Stunden: von Fr 06:30 bis Sa 04:00 Uhr ! Nach der Arbeit kann er sich das Makeup einfach abziehen, wie in Mission Impossible, da er eine ledrige Haut hat. Die getragenen Makeups nimmt er mit nach Hause, versteigert sie, verschenkt sie, ... Das Problem beim Makeup ist nur der medizinische Kleber, da er eine unempfindliche Haut hat, während Michael Dorn eine empfindliche Haut hat. René kommt aus einer künstlerischen Familie : sein Großvater war ein berühmter Maler in der Schweiz und sein Vater ist Schriftsteller. Seine Tochter ist Tänzerin und ebenfalls Schauspielerin. Er hat kein Verlangen über Odo ein Buch zu schreiben, da bereits alles erzählt ist. Er liest nur wenig Fan Fiction, wenn sie gut ist. Es ist schwer in der Maske zu lächeln, weil es ja nicht zur Rolle paßt. Er fand allerdings Wege, passend zu lächeln. Lachen ist in der Maske nicht alzu schwer, da die Make flexibel ist. Allerdings kann sie leicht dabei brechen. Ein "Extremlachen" geht zwar auch (viele private Photos :-)), nur es sieht halt sehr blöd aus. Wie er zur Rollo von Odo kam : Es gab einen großen Wettbewerb mit ca. 150 Bewerbern. Er selber fand sich nicht gut genug dafür. John Ritter (Casting Director, "junger JohnWayne") kannte ihn und seine Arbeit. Beim ersten Vorsprechen war Rick Bermann von ihn wegen seiner "crouchy voice" begeistert. Ihn wurde allerdings nicht sofort zugesagt, so daß er weitere 4 mal vorsprechen durfte, bis er genommen wurde. René wäre sehr überrascht, wenn es einen DS9-Kinofilm geben würde. Erst gab es ja die TOS-Filme, bis die Cast zu alt wurde :-) Dann kam TNG ... Seine Idee für einen Film wäre ein Film mit allen möglichen Charakteren aus verschiedenen Serien, more generic eben. Er ist im übrigen froh, daß der Effekt des Morphings nicht zu sehr übertrapaziert wurde.

Vor der Opening Ceremony wurden Fanfilme gezeigt. Der erste war aus den 80'er Jahren mit den Titel "USS Phoenix". Über die schauspielerischen Leistungen, Ausstattung, Special Effects und Handlung sage ich besser mal nix .. naja ! Allerdings waren die Dialoge teilweise sehr witzig. Es folgte der Fanfilm Shapeshifters. Haarsträubende Handlung, aber suuuuperwitzig. Die diesjährige Convention-Animation von Tobias Richter wurde dieses Jahr wieder mal um Klassen besser als die letztjährige. Dieses mal gab es eine "richtige" Handlung und es gab Schauspieler mit richtigen Dialogen. Schwer zu beschreiben, besser selber mal ansehen und staunen :-) Bei der Opening Ceremony wurden in erster Linie einfach nur die diesjährigen Gäste gezeigt, die dann kurz "Hallo" sagen konnten.

Guest-Panel von Marina Sirtis :
Marina ist viel direkter und offener als Troy, redet daher so wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Entsprechend megawitzig ist sie :-) Ursprünglich sollte sie Tashas Rolle vorsprechen und Denise Crosby für Troys Rolle. Sie mag Jonathan Frakes am liebsten ohne Bart, da sie vom Küssen mit Bart immer Ausschlag bekommt. In der TNG-Episode "A fistful of Data" mußte sie mit einer Zigarre rumspielen. Michael Dorn sagte ihr beim Drehen der Episode ständig "Don't be funnier than me !", da sie sehr viele sehr witzige Szenen in der Episode hatte, obwohl es ja mehr eine Worf-Episode war. Den Umgang mit dem Gewehr hat ihr Michael beigebracht, da sie als Engländerin ja keine Ahung von Waffen hat. Nicht mal die englische Polizei hat Waffen :-) In einigen Episoden hat Troy sehr viel Schokolade gegessen. Es war jeweils Vollmilchschokolade, da sie diese nach dem Drehen viel besser in einen Eimer ausspucken kann als andere. Schließlich muß sie ja ihre klasse Figur halten (Jahrgang 1959 !!!!). Ihr Lieblingsprogramm auf dem Holodeck wäre für sie eine Rolle als Captain auf der Brücke der Enterprise, mit der normalen StarTrek-Besetzung. Besser wäre natürlich der Rang Admiral. Dann würde Capt. Picard zu ihrer linken sitzen und könnte ihn dann so ignorieren, wie er es 7 Seasons lang gemacht hat :-) Troy hat bei TNG den Rang Commander erreicht. Allerdings hält sich ihr technisches Verständnis in Grenzen. Jonathan Frakes meinte, daß Troy auf der Starfleet Academy anstelle die technischen Kurse zu besuchen sich lieber die Beine gewachst hat ;-) Marina wird "Marina, the mouth" im Fandom genannt, weil sie auf Conventions immer alles ausplaudert. Sie ist ein großer Fußball Fan. Sie haßt allerdings die deutsche Fußballer-Legende Gerd Müller, da er das ganze Spiel lang nichts macht und dann am Ende vom Spiel immer das Tor macht. Während des Panels bekam sie "tausende" Geschenke auf der Bühne und naürlich wurde jeder der Schenkenden geknuddelt und geküsst :-) Sie "mag"  Jeri Ryan (7 of 9, Voyager) sehr ("große Konkurenz" für sie), da sie eine klasse Figur hat, supernett und *unglaublich* ist. Q und Troy hatten bei TNG nie eine gemeinsame Szene, da sie ihn immer weggeschickt hat ("Get off, you are such a pest !":-)) Beim Film "First Contact" mag das Publikum die Szene, in der sie betrunken sehr witzig ist. In der Voyager-Episode ist Troy allerdings wieder "ganz die alte", so ernst und langweilig. Zur Rollenvorbereitung hatte sie Gespräche mit Psychologen geführt, viel Fachliteratur gelesen, ... Sie spielt übrigens einen freud'schen Psychologen, weil der einfach nur zuhören muß :-)

Da ich meine Bahn nach Hause erwischen mußte, habe ich leider die letzte halbe Stunde des Panels mit Marina Sirtis und das komplette Panel von Michael Dorn verpaßt :-(

Sonstiges :
Die Organisation war wie schon bei den anderen von mir besuchten FedCon's sehr gut. Die Haupträume waren wie in den Vorjahren das Holodeck, wo aktuelle amerikanische Episoden liefen und die Autograph Sessons stattfanden sowie die Mainbridge, wo die Panels, Opening Ceremonie, usw. stattfanden. Generell läßt sich zum "Rahmenprogramm" das gleiche wie zu den anderen Fed Cons sagen : Zahlreiche Händler verkaufen den üblichen Kitsch zu Wahnsinnspreisen und an den Sponsoren ging auch kein Weg dran vorbei. Künstler zeigten ihre Werke zum Thema StarTrek und es gab wieder mal einen Kostümwettbewerb. Diverser Fan Clubs hatten in seperaten Räumen ihre Stände aufgebaut, wie z.B. "meinen" Fan Club "The Final Frontier" :-) Auch in diesen Jahr wurden StarTrek - Collectors Items (eingerahmte Autogrammkarten, Trading Cards, StarTrek Modelle, ...) versteigert, die mit Autogrammen der Schauspieler versehen zu unglaublich hohen Preisen verkauft wurden, die aber im Fandom "normal" sind. Darunter befand sich ein Streichholzmodell der Brücke von der Classic Enterprise mit Autogramm von Nichelle Nichols (Uhura) für 100 DM und ein Photo mit TNG-Besetzung aus der 7. Season mit Autogrammen aller Schauspieler für 750 DM.
Samstag, der 20. Mai '2000
Die ersten beiden Panels habe ich leider versäumt. Das erste wurde von Jerry Doyle und Richard Biggs gehalten. Da mich Babylon 5 nicht intressiert, habe ich bestimmt nichts versäumt. Das zweite Guestpanel des Tages wurde von Rene Auberjonios gehalten. Ihn hatte ich bereits am Freitag erleben dürfen.
Zu dieser Zeit stand ich in der Schlange zur etwas weniger formell veranstalteten Autograph-Sesson, das im Obergeschoß verantstaltet wurde. Dort saßen sehr viele Stunden an allen Tagen die "kleinen" Science Fiction Stars. Dazu zählten Alice Krige (unbedingt mal Photos von ihr ohne Borg Makeup ansehen *wow* !), Chase Masterson, Richard Biggs, Garry Lockwood, Richard Herd und Andrew Prine. Diese Autogramme kosteten allerdings 10 DM (plus Photo, auf Wunsch). Zeitweise setzten sich auch die eigentlichen Stars Jerry Doyle und Rene Auberjonios hinzu ! Diese kleine Autograph-Sesson war für Tageskartenbesitzer die einzige Möglichkeit Autogramme zu bekommen, ohne welche bei Händlern kaufen zu müssen. Kerstin aus Big Brother war als Gast dort und verteilte ebenfalls Autogramme.

Guest Panel von Brent Spiner :
Brent war die ganze Zeit sehr witzig und stellte erst mal klar, daß er auf alle Fragen antworten wird, bis auf Fragen zum Privatleben und zu StarTrek :-) Auf das Pokerspielen bei TNG angesprochen sagte er, daß er kein Spieler sei. Er macht nur mit, wenn er das Ergebnis kennt :-) Ob er mehr dramatische Rollen oder mehr Science Fiction Rollen spielen möchte, wollte jemand anderes wissen. Er spielt lieber dramatische Science Fiction Rollen. Am liebsten allerdings Comedy. Data ist für ihn auch Comedy, auch wenn in dem meisten witzigen Szenen Data dies nicht direkt zeigen kann. Er hat keine Lust mehr 5 Stunden lang Autogramme zu schreiben. Stattdessen steht er diese Zeit lieber auf der Bühne und redet mit den Fans. Also hat dies keine finanziellen Hintergründe. Autogramme kann man ja gratis bei Paramount bekommen, wenn es auch ziemlich lange dauert. "Masks" ist einer der interessantesten Episoden von TNG : er hat dort am schlechtesten gespielt und einer der witzigsten Episoden. Witzig nicht für den Zuschauer,sondern nur für die Schauspieler. In einer Szene spielte er mit Patrick Steward einen Sonnen- und Mondgott. Es dauerte bis 2 Uhr morgens diese Szenen zu drehen, weil beide über diese Szene ständig lachen mußten. Beide lachen heute zusammen noch drüber, weil beide die einzelnen Personen so schlecht gespielt haben. Auf eine Episode angesprochen, in der er auf dem Holodeck zusammen mit Albert Einstein, Isaak Newton und Stephen Hawkin spielte, erzählte er, daß er Stephen Hawkin ein Jahr später nochmals traf. Er fragte ihn, ob er ihn noch kenne. Hawkin antwortete mit der Stimme seines Computers (selber reden kann er ja nicht; tippt daher alles in seinen Computer ein, der es für ihn sagt) : "Wo ist mein Geld ?" :-) Er bekam damals "durch Beziehungen" diese Minirolle :-) Brent sollte aus seinen Lieblingsmusical eine Szene singen und tanzen. Neee, das wollte er nicht. Er wurde von Tim Russ gebeten, ihn nicht zu blamieren. Tim Russ und Chase Masterson hatte zusammen mit Neil Norman & Cosmic Orchestra am späten Abend ein Konzert. Diese Musik konnte man sich vor der Convention bereits auf der FedCon - Website anhören und diese trifft nicht meinen Geschmack. Brent muß vor Gesangsauftritten üben, da er es nicht spontan kann. Das wird er dann auf der FedCon 10 nachholen (er war bereits auf der FedCon 3) :-) Bei seiner Fanpost lag er bis vor kurzen 3 Jahre (!) zurück, aber inzwischen ist es "nur!" noch ein Jahr. Von seinen Können als Jerry Lewis Imitator zeigte er nur sehr wenig. Das galt leider auch für seine Patrick Steward Imitation. Bei TNG hatte Data eine Katze namens Spot. Die ursprüngliche Katze, die diese Rolle spielte, war ziemlich gut. Nach deren Tod gab es dann zwei Nachfolger : Brandy (die brave Katze, für Szenen, in denen sie einfach nur durchs Bild geht) und Monster (die böse Katze, wenn Spot mal agressiver sein sollte). Katzen sind schlechte Schauspieler, da sie nicht alles auf Kommando machen können, wie es der Regesseur gerne hätte. Ein einer Szene schaute Data Spot beim schlafen zu. Beim drehen warte daher die gesamte Crew, bis die Katze endlich schlief um drehen zu können. Die Fisch-Szene in StarTrek-Insurrection, bei der Data durch den See geht und mit dem Fisch "spielt", ist digital nachbearbeitet. Beim drehen gabs keinen Fisch. Dieser wurde später reinkopiert. Nachmals auf das Singen angesprochen übergab einer Besucherin Brent einen Text und ein Playback auf CD. Aber singen wollte er trotzdem nicht, bis Marina Sirtis auf die Bühne kam und mitsang :-) Seine kleine Rolle bei Independence Day bekam er nicht, weil er ein großer StarTrek Star war. Er wurde deswegen allerdings zum vorsprechen eingeladen, weil die Produzenten ihn kennenlernen wollten. Seine Interpretation der Rolle war dann allerdings so überzeugend, daß er die Rolle letztlich auch bekam. Brent sagte, daß es auf dem Set von TNG keine "practical jokes" gab. Gates McFadden erzählte auf der FedCon 7 ja etwas anderes :-) Es gab ihn zufolge keine, allerdings viele Situationen, bei denen alle lachen mußten. Er erzähle stolz von einer Marketing-Idee, die er zusammen mit Levar Burton hatte : Schokoladenspeck - Speck überzogen mit Schokolade, zwei Geschmacksrichtungen in einen :-) Eine Besucherin hatte ihn ein Sixpack Bier und Schokolade mitgebracht.... hmmm .... vielleicht gibts ja bald Schokoladenbier ? :-) Vor kurzen saß er zusammen mit einer Freundin in einer Bar. Ein Mann ging an ihn vorbei und sagte nur "Ich kann es nicht glauben !". Brent hatte sich über diese sehr seltsame Reaktion auf ihn gewundert. Später stellte sich heraus, daß ein paar Tische weiter William Shatner und Leonard Nimoy saßen. Der Gast wunderte sich also nur über die vielen StarTrek-Schauspieler. Als er zu Shatner rüberging, fragte er ihn als erstes, ob er schon Galaxy Quest gesehen hat (hat er bis heute nicht). Das gleiche fragte ihn vorher schon Patrick Steward am Telefon :-)

Guest Panel von Alice Krige :
Sie hatte vor StarTrek First Contact nichts mit StarTrek zu tun. Die Bedeutung Teil von StarTrek zu werden, wurde ihr erst später auf den Conventions klar. In den Voyager-Episoden spielt nicht sie die Borg Queen, sondern Susanna Thompson. Damals hatte Alice keine Zeit gehabt. Beim Borg-Kostüm gibts ein kleines Problem : das anziehen dauert sehr lange, wenn auch wenn mehrere mithelfen, da es einfach so eng ist. Darin konnte sie sich kaum bewegen, was zum besonderen Gang der Borg Queen führte. Als sie das Kostüm zum ersten mal trug, mußte sie sehr dringend auf Klo. Es dauerte wegen des Kostüms etwas länger, ca. 45 Minuten: "the most expensive pee in history of Star Trek" :-) Bei anderen hautengen Kostümen (alles aus Latex) hatte man daher unten bei den Beinen Öffnungen reingemacht, damit man sich einfach nur aufs Klo stellen muß. Neee, da mußte sie halt etwas eniger trinken, weil sie darauf verzichten wollte.

Guest Panel von Robin A. Downes :
Das Pane l vom Babylon 5 Darsteller habe ich nur zum Teil mitverfolgt. Er machte wie schon auf der FedCon 7 seine witzigen Imitationen seiner Kollegen :-)

Guest Panel von Jackie Edwards (personal assistant of Patrick Steward) :
Sie berichtete von Patrick Stewards Heirat im Herbst, seinen engen Terminkalender wegen seiner Theaterauftritte, an denen europäische Conventions immer scheitern. Wenn er mal Zeit hat, kommt er zur FedCon !

Guest Panel von Gary Lockwood :
Er spielte im zweiten StarTrek-Pilot "Where no man has gone before" mit. Der erste Pilot "The cage" mit Capt. Pike wurde ja nicht von Paramount gekauft. Der zweite wurde 1965 gedreht und dauerte für Gary nur 6 Tage Arbeit. Für den Film 2001 - a space odyssey, wo er die Hauptrolle spiele, arbeitete er ein Jahr ! Für den Pilot lockte ihn Gene Rodenberry mit Geld, weil er damals keine Zeit für StarTrek hatte. Anschließend ging er für einige Jahre nach Europa. So erfuhr er von seinen Agenten, daß das Fernsehen StarTrek gekauft wurde und als er in die USA zurückkam, war StarTrek bereits eingestellt. Er war ein guter Freund von Gene. Gene erzählte ihn sehr früh von der Idee StarTrek. An den Abend hatten beide schon zuviel getrunken. Auf die Frage Gene's, wer denn Spok spielen könnte, meinte Gary nur "vielleicht der jüdische Kerl vom New Yorker Theater mit den eigenwilligen Gesicht", den er wegen seiner guten Arbeit mit ihn zusammen dort schätzte.

Das Guest-Panel von Andrew Prine habe ich mir erspart, da er bei StarTrek nur kleine Nebenrollen hatte. Aus zeitlichen Gründen (zu spät leider !) fiehlen für mich die Panels mit Michael Dorn und Jerry Doyle aus. Die Kostümprämierung und das Neil Norman Konzert hatte ich ja unabhängig davon wegen fehlenden Interesse nicht besucht. Zur Autograph Sesson mit den "großen" Stars wäre nachzutragen, daß diese meinen subjektiven Empfinden nach schneller als letztes Jahr abliefen (dieses Jahr im kleinen Saal), da nicht alle an einen langen Tisch saßen, sondern an einzelnen Tischen, die überall im Raum verteilt waren, wo durch Stühle allerdings die Wege vorbeistimmt waren. So hatte man schon nach kurzer Wartezeit ein Autogramm, während man früher immer ewig durch den großen Raum wandern durfte, bis man dann allerdings alle auf einmal bekam.
zweiter Teil meines Berichts
Inhalt : Sontag, der 21. Mai 2000 und mein Fazit

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